Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e. V. (LPV) ist seit Jahrzehnten eine tragende Säule der Naturschutzarbeit in unserer Region. Ob Biotopvernetzung, Pflege artenreicher Wiesen, Gewässerrenaturierung oder die enge Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten – der LPV leistet unverzichtbare Arbeit für Biodiversität, Klimaresilienz und den Erhalt unserer Kulturlandschaften.
Mit einem Haushaltsantrag zur Anpassung und langfristigen Sicherung der Förderung des LPV ab 2026 setzen wir unter der Leitung unserer Fraktionsvorsitzenden Lisa Renz-Hübner und unserem GRÜNEN Bezirksrat Daniel Arnold nun ein klares politisches Signal: Bewährte Strukturen sollen verlässlich gestärkt werden.
Verantwortung übernehmen – Strukturen sichern
Kern des Antrags ist die Anhebung der Basismittel im Stiftungshaushalt „Natur – Kultur – Struktur“ von 300.000 auf 330.000 Euro im Jahr 2026 sowie die Verankerung einer regelmäßigen tarif- und inflationsorientierten Überprüfung der Mittel. Damit reagiert der Antrag auf eine seit Jahren bestehende Schieflage zwischen wachsenden Aufgaben und real sinkender finanzieller Ausstattung.
Der Antrag macht deutlich: Es geht nicht um einen Ausbau, sondern um Bestandssicherung und Planungssicherheit. Die beantragte Erhöhung gleicht die realen Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre nur teilweise aus, ist jedoch ein notwendiger Schritt, um erneute Notlagen wie im Jahr 2025 zu verhindern – mit Kurzarbeit, Projektstillständen und ökologisch nicht nachholbaren Pflegeausfällen.
Konstruktive Zusammenarbeit als Grundlage
Die Ausarbeitung des Antrags war geprägt von einer sehr konstruktiven und lösungsorientierten Zusammenarbeit mit Hans Popp, Vorstand des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken. In engem fachlichem Austausch wurden Bedarfe, strukturelle Risiken und realistische Handlungsspielräume gemeinsam analysiert und fundiert aufbereitet. Diese Zusammenarbeit war zentral dafür, einen sachlich belastbaren und politisch verantwortungsvollen Antrag vorzulegen.
Auch Hans Henninger, ebenfalls Vorstand des LPV, hat den Antrag unterstützend begleitet. Sein Beitrag hat die Argumentation zusätzlich geschärft.
Ein besonderer Dank gilt Daniel Arnold, der durch umfassende Recherche, sorgfältige Auswertung der Haushalts- und Förderstrukturen sowie die inhaltliche Ausarbeitung maßgeblich dazu beigetragen hat, die komplexen finanziellen Zusammenhänge transparent und nachvollziehbar darzustellen.
Naturschutz braucht Verlässlichkeit
Der Antrag zeigt klar: Der LPV ist kein Kostenfaktor, sondern ein hoch effizienter Partner des Bezirks. Jeder investierte Euro mobilisiert zusätzliche Fördermittel, schafft regionale Wertschöpfung und sichert fachliche Kompetenz vor Ort. Gerade in Zeiten angespannter Haushalte ist es politisch verantwortungsvoll, funktionierende Strukturen zu stabilisieren, statt durch kurzfristige Einsparungen langfristige Schäden zu riskieren.
Mit diesem Haushaltsantrag übernimmt der Bezirk Verantwortung für den eigenen Stiftungszweck „Natur“ – und für die Menschen, die ihn tagtäglich mit Leben füllen. Dieser Antrag stesht exemplarisch für eine grüne Haushaltspolitik, die finanzielle Vernunft mit ökologischer Wirkung und regionaler Verantwortung verbindet.
Kurz und einfach erklärt:
Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken kümmert sich seit vielen Jahren um den Schutz von Natur und Landschaft. Er pflegt Wiesen und Gewässer. Er schützt Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Dabei arbeitet er eng mit der Landwirtschaft zusammen.
Diese Arbeit ist sehr wichtig. Die Kosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die finanzielle Unterstützung ist aber kaum mitgewachsen. Das bringt den Verband immer wieder in schwierige Situationen.
Deshalb hat die grüne Fraktion im Bezirkstag einen Antrag gestellt. Ziel ist es, die Förderung ab 2026 zu erhöhen. Außerdem soll die Förderung künftig regelmäßig an steigende Kosten angepasst werden.
So kann der Landschaftspflegeverband seine Arbeit zuverlässig fortsetzen. Das ist wichtig für Natur, Klima und die Menschen in Mittelfranken.