Grüne Bezirksräte bei der WOK-Station im HADO-Restaurant bei SIEMENS

Essen mit allen Sinnen mit HADO

Grüne Bezirkstagsfraktion besuchte SIEMENS in Erlangen und war von dem zukunftsweisenden Gastro-Konzept beeindruckt

Grüne Bezirksräte bei der WOK-Station im HADO-Restaurant bei SIEMENS

Erlangen – Und es geht doch: Sich in der kurzen Mittagspause gesund zu ernähren. Siemens macht es vielen vor. Das Unternehmen hat ein eigenes Konzept entwickelt, dass ein ausgewogenes Essen auf hohem Niveau anbietet. Ein Nutzen für Mitarbeiter und Unternehmen.

„Unser Gast steht im Mittelpunkt“, so Johann-Georg Siegel. Von einem Restaurantleiter oder Küchenchef sicherlich keine ungewöhnliche Aussage; Siegel ist aber Distriktchef bei den 14 Kantinen eines Großunternehmens. Hier würde man eigentlich Massenabfertigung erwarten – weit gefehlt. Siegel hat seinen Wunsch von einer Art ganzheitlichem Restaurant speziell für Siemens umgesetzt. So ist neben den herkömmlichen Kantinen das Hado-Restaurant entstanden. Hier ist alles anders, schon bei der Optik: Es gibt viele Rundungen, die die Gäste in einer fließenden Bewegung halten. Das Essen wird an verschiedenen Stationen frisch zubereitet. Die beiden GRÜNEN Bezirksräte Birgit Raab und Dr. Klaus Hiemeyer schauen dem Koch beim Zubereiten ihres Essens interessiert zu. Sie informieren sich über dieses Verpflegungssystem, weil sie auch nach möglichen Alternativen für die Küchen der Bezirkskliniken suchen.

Auch der Speiseplan ist nicht alltäglich, viel Bewährtes aus der Vergangenheit taucht auf dem Speiseplan auf – zum Beispiel von Hildegard von Bingen. Dazu gehören auch Kräuter, wie Bockshornklee, Bertram oder Ysop. Zur neuen Philosophie gehört es auch auf ein Optimum an Qualität zu achten, etwa beim Fleisch, das aus besonders artgerechter Tierhaltung kommt. Die meisten Zutaten kommen aus der Metropolregion und werden sehr schonend zubereitet und möglichst naturbelassen verarbeitet – zum Beispiel im Wok. So hat das Essen insgesamt mehr Vitamine und wertvolle Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten. Die Zutaten kommen ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker aus, die den Körper anregen mehr zu essen, als er benötigt. Dafür kommen teure Würzmittel zum Einsatz, wie Himalajasalz. Ein echter Pluspunkt für Allergiker. Daneben scheinen alle Gäste von diesem Essen zu profitieren: „Mir erzählen Gäste, dass sie kein Mittagstief mehr haben“, ist Siegel selbst beeindruckt. Dieses vollwertige Essen hat allerdings auch seinen Preis: 1,20 Euro mehr als das normale Kantinenessen kostet die HADO-Kost. Trotzdem nutzen immer mehr Siemensmitarbeiter die neue Küche – sie sind bereit für höhere Qualität auch mehr zu bezahlen. „Das hat unter anderem mit dem gestiegen Bewusstsein für Ernährung zu tun“, werden die beiden Bezirkstagspolitiker bestätigt.

Das Konzept „Hado“ umfasst aber noch mehr, als nur „satt machen“. So gibt es ein besonderes Farb- und Materialkonzept für das Restaurant. Dieses soll zum Verweilen und Abschalten einladen, damit sich jeder vom allgemeinen Arbeitsdruck erholen kann. Für Siemens durchaus auch ein Zusatznutzen, der das ganze Konzept wirtschaftlicher macht. So hat sich herausgestellt, dass für das geschwungene Restaurant deutlich weniger Fläche verbraucht wird. „Jeder ist Gewinner“, freut sich der Restaurantleiter. Zudem ist das neue Konzept auch energiesparend.

Hado ist übrigens ein Kunstwort, das im Lauf der Entwicklung dieses Restaurantkonzeptes entstanden ist. Heute ist es die Eigenmarke von Siemens. Am Hauptstandort in Erlangen Süd gibt es das erste komplette Hado-Restaurant; in 12 von 14 Kantinen wird diese besondere Mittagsverpflegung angeboten. Von den täglich 17.000 Gästen in den 14 Restaurants entscheidet sich rund ein Fünftel für Hado. Aber Siegel hat ein großes Ziel vor Augen: Innerhalb der nächsten fünf Jahre möchte er 50 Prozent des gesamten Essens in Hado-Qualität anbieten.

Von: br

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